In den letzen 25 Jahren haben erst die grossen Schweizer Bierbrauereien die kleineren Geschluckt. Dann verkauften die Bier-Riesen Feldschlösschen und Haldengut-Calanda ihre Getränkesparten an die dänische Carlsberg und die niederländische Heineken.
Der Schweizer Biermarkt wurde nach Jahrzehnten relativer Ruhe in den Siebzige und Achtziger Jahren durch das Brauereisterben, die Auflösung des Bierkartells 1991 und das Eindringen ausländischer Marken sowie Nischenprodukte völlig umgekrempelt. Eine sinkende Nachfrage im Inland erschwerte die Lage der Brauer. Die Folge waren ein harter Preiskampf und Fusionen.
Das Imperium Feldschlösschen/Carlsberg entstand aus folgenden Fusionen:
| 1985 |
Feldschlösschen in Rheinfelden AG übernimmt die Weissenburger Mineralthermen BE einschliesslich Arkina in Yverdon VD
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| 1988 |
Feldschlösschen übernimmt die Basler Brauerei Warteck sowie die Luzerner Brauerei Hochdorf. Der Hochdorfer-Brauereibetrieb wird 1991 eingestellt
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| 1991 |
Feldschlösschen übernimmt die Freiburger Sibra (Cardinal), damals Nummber zwei in der Schweiz
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| 1995/1998 |
Feldschlösschen kauft von den Brauereien Hürlimann (Zürich) und Haldengut (Winterthur) deren Beteiligungen an den Passugger Heilquellen.
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| 14.05.1996 |
Feldschlösschen fusioniert mit Hürlimann zum Schweizer Biergiganten mit einem Marktanteil von 54 Prozent. Hürlimann hatte 1984 die Zürcher Löwenbräu übernommen
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| 29.10.1996 |
Feldschlösschen schliesst die Brauereien Cardinal, Gurten und Hürlimann, gegen 700 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. Nach heftigen Protesten in Freiburg einigt man sich 1998 auf eine reduzierte Weiterführung der Produktion von Cardinal-Bier
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| 03.11.2000 |
Die dänische Carlsberg übernimmt den Getränke-Sektor von Feldschlösschen zum Preis von 870 Mio. Franken. Feldschlösschen konzentriert sich auf das Immobiliengeschäft
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| 1999-2004 |
Feldschlösschen verkauft die Elmer Mineralquellen sowie Sinalco an die zur Fenaco-Gruppe gehörende Pomdor und Passugger an eine Bündner Unternehmergruppe
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Das Imperium Haldengut/Calanda/Heineken entstand in den Neunziger Jahren:
| 1990 |
Die Winterthurer Haldengut Brauerei un die Churer Calanda schliessen sich zusammen
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| Ende 1993 |
Der holländische Brauerei-Riese Heineken übernimmt die Mehrheit an der in Liquiditätsengpässen steckenden Haldengut-Calanda. Die Haldengut-Brauerei in Winterthur wird 2001 geschlossen
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| 15.11.2004 |
Heineken kauft die Thurgauer Brauerei "Ittinger Klosterbräu"
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| 05.05.2006 |
Die Luzerner Brauerei Eichhof, die grösste noch unabhängige Brauerei, übernimmt die Baselbieter Brauerei Ziegelhof
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| 10.04.2008 |
Eichhof verkauft ihr Getränkegeschäft an Heineken für 290 Mio. Franken
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Weitere Fusionen und Übernahmen:
| 09.07.2002 |
Die Valser Mineralquellen werden vom amerikanischen Getränkekonzern Coca-Cola übernommen
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| 07.02.2006 |
Die Brauerei Schützengarten in St. Gallen übernimmt das Geschäft der Rohrschacher Brauerei Löwengarten
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| 15.02.2005 |
Die Getränkeproduzenten Pomdor und Granador legen ihre Geschäftsaktivitäten zusammen. Dazu gründen sie die Getränkefirma Unidrink (u. a. Elmer, Sinalco, Ramseier)
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| 04.09.2007 |
Henniez, das letzte Familienunternehmen im Schweizer Mineralwasser-Markt, verkauft ihre Anteile an Nestlé
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